Kennenlernen. Netzwerken. Kooperieren. E-Government-Experten führen Modellkommunenprojekt eigeninitiativ fort.

 KoopVereinbarung ModellkommunenNorderstedt klein

v. l. n. r. Olaf Neumann (Landkreis Ortenaukreis), Norbert Weißenfels (Stadt Norderstedt), Frank Lenz (Landkreis Cochem-Zell), Rolf Brönstrup (Bewerbergemeinschaft Ibbenbüren)
Quelle: Pressestelle der Stadt Norderstedt

Norderstedt. Am 27. Januar 2017 trafen sich im Rahmen eines Barcamps mit dem Titel „Digitale Familie 2017“ zahlreiche Teilnehmer, um über Erfahrungswerte, Herausforderungen und gemeinsame Entwicklungen bei der Integration von E-Government-Anwendungen zu diskutieren.

Neben interessierten Mitarbeitern aus allen Verwaltungsebenen sowie aus vielen Teilen Deutschlands, trafen sich bei dieser Gelegenheit die Teilnehmer des Förderprogramms „Modellkommune E-Government“, um das vom Bundesministerium des Innern ausgeschriebene und offiziell im September 2016 erfolgreich beendete Förderprogramm in Form einer Kooperation fortzuführen.

Um diese Kooperation mit Leben zu füllen, wurden nach dem offiziellen Abschluss eigeninitiativ Rahmenparameter vereinbart, damit das etablierte Experten-Netzwerk erhalten bleibt und die aus dem bisherigen Verlauf gewonnenen Erkenntnisse vielen anderen Interessenten bereitgestellt werden können.

Die Ziele dieser Kooperation sind:

  • Bundesweite Mitwirkung und Beratung bei E-Government-Vorhaben
  • Weiterentwicklung des bereits entwickelten E-Government-Kochbuchs „Wie kommunales E-Government dennoch gelingt – Ein Kochbuch für Praktiker“
  • Public Relations - Maßnahmen
  • Zentraler Ansprechpartner für Kommunen/Kreise/Institutionen
  • Sicherstellung IT-Sicherheit/Datenschutz als Grundlage für E-Government
  • Querverbindung/Schnittstelle zu Bundesbehörden

„Der Wissenserwerb im Förderprojekt war mühsam und lehrreich. Die Erfahrungen und Projektziele gemeinsam zu nutzen bzw. weiter zu entwickeln erscheint sehr wertvoll. Ziel ist es, durch diese Kooperation die erworbenen Erkenntnisse weiterzutragen und dabei die Akzeptanz und Freude an der Realisierung von E-Government-Anwendungen durch interkommunale Zusammenarbeit zu stärken.“, so Norbert Weißenfels, Organisator und Leiter des Amtes Digitale Dienste in der Stadt Norderstedt.

 

Kurzportrait Förderprogramm Modellkommune E-Government:

 

  • Projektträger:             Bundesministerium des Innern
  • Laufzeit:                     2013-2016
  • Fördervolumen          600.000 €
  • Teilnehmer:                Staffel 1:         Landkreis Cochem-Zell, Städte Düren und Gütersloh
                                       Staffel 2:         Landkreise Ortenaukreis und Heidekreis,
                                                              Städte Halle (Saale), Norderstedt und
                                                              Bewerbergemeinschaft Ibbenbüren

Thementag der GPA NRW - "Noch mehr Verantwortung?"

 KAAWGPA

v.l.n.r. Christoph Gusovius (stellvertretender Präsident der GPA NRW), Hartmut Beuß (Beauftragter der Landesregierung Nordrhein-Westfalen für Informationstechnik - CIO), Dr. Marco Kuhn (Erster Beigeordneter des Landkreistages Nordrhein-Westfalen), Andreas Hoge (Bürgermeister a.D. der Stadt Steinfurt; ehemaliger Geschäftsführer der Kommunalen ADV-Anwendungsgemeinschaft West - KAAW)

Dortmund. Am Donnerstag, den 02.02.2017 trafen sich auf Einladung der Gemeindeprüfungsanstalt NRW (GPA NRW) mehr als 100 Hauptverwaltungsbeamte in den Dortmunder Westfalenhallen zum Thema "Noch mehr Verantwortung? - Strategisches IT-Management durch den Verwaltungsvorstand". Dem Zweckverband KAAW wurde dabei die Gelegenheit geboten, mit Hilfe eines Vortrages von Hr. Hoge, welcher langjährig den Zweckverband als nebenberuflicher Geschäftsführer gesteuert hat, von der erfolgreichen, interkommunalen Zusammenarbeit zu berichten.

Fazit des Termins: Die zahlreichen Herausforderungen im Bereich der Digitalisierung als Schwerpunktthema der nächsten Jahre sind gut gemeinsam und durch eine mehrgliedrige Organisation zu meistern. Dabei verantworten die Hauptverwaltungsbeamten in den Kommunen die strategische IT-Steuerung und das IT-Controlling und werden bestmöglich von Ihren kommunalen IT-Dienstleistern unterstützt. Diese Form der internen Organisation wird zukünftig in den IT-Ergänzungsprüfungen der GPA NRW besonders behandelt und geprüft.

Hohe Teilnehmerzahl - Jahreswechselseminar Personalwesen

Rathaus Steinfurt 

 

Erneut fand zu Beginn des Jahres 2017 gemeinsam mit dem Partnerunternehmen P&I AG das "Jahreswechselseminar Personalwesen" im Rathaus der Kreisstadt Steinfurt statt. Mehr als 50 TeilnehmerInnen folgten der Einladung des Zweckverbandes KAAW. Neben den oftmals gesetzlich vorgeschriebenden Weiterentwicklungen des Fachverfahrens LOGA wurde die neue Web-Technologie vorgestellt. Diese steht allen Personalsachbearbeitern ab sofort parallel zur bisherigen Oberfläche zur Verfügung.

"Die Veranstaltung war sehr informativ. Es freut mich, dass so viele Teilnehmer Vor-Ort waren und wir uns somit in dem etablierten Experten-Netzwerk direkt über aktuelle Themen austauschen konnten", so Michael Wolf (Leiter Shared-Service-Center LOGA und Organisator des Termins).

Gelungene Infoveranstaltung "Personalgewinnung und -entwicklung"

Infoveranstaltung

 

Emsdetten. Am 14.12.2016 fand im Rathaus der Stadt Emsdetten eine Informationsveranstaltung zum Thema "Personalgewinnung und -entwicklung" statt. Knapp 20 Teilnehmer folgten der Einladung des Zweckverbandes KAAW, in der zunächst einleitend die Herausforderungen des öffentlichen Dienst bei der Personalentwicklung und -gewinnung durch Hr. Isaak (Consultant und stellv. Leiter SSC LOGA) vorgestellt wurden. Der demographische Wandel, die gute konjunkturelle Lage sowie die gesetzlichen Änderungen (Stichwort: Rente mit 63) erfordern es, die bisherigen Kanäle zur Personalgewinnung neu zu definieren und zunehmend digitale Prozesse einzuführen.

Die "Generation Y" (Geburtsjahrgang ab 1984) bzw. die "Digital Natives" erwarten moderne Verwaltungsabläufe und messen die Attraktivität Ihres zukünftigen Arbeitgebers bereits bei den Erstkontakten im Rahmen eines Bewerbungsverfahrens. Abschließend stellte die Fa. B-ITE GmbH aus Ulm Ihre Softwarelösung eines praxisorientierten, innovativen Bewerber-Management-Systems vor. Diese Lösung fand unter den Anwesenden Teilnehmern - angereist aus ca. 10 Kommunen - großen Anklang und ist ein weiterer wichtiger Beitrag im Gesamtprojekt "E-Government". 

„Musterbeispiel interkommunaler Zusammenarbeit“ - IT-Strategen aus mehr als 30 Kommunen machen sich in Greven fit für die digitale Zukunft

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v. l. n. r. Marcus Egelkamp (Geschäftsführer Zweckverband KAAW), Hans-Georg Althoff (Erster Beigeordneter Stadt Ahaus), Cornelia Ebert (Erste Beigeordnete Stadt Ibbenbüren und Verbandsvorsteherin Zweckverband KAAW), Wolfgang Beckermann (Erster Beigeordneter Stadt Greven), Norbert Nießing (Erster Beigeordneter Stadt Borken) - Quelle: Pressestelle der Stadt Greven

Greven. Am 10. November trafen sich Vertreter aus 37 Kommunen im Grevener Rathaus, um sich über ihre künftige IT-Ausrichtung und insbesondere ihre E-Government-Strategie auszutauschen. Die „37“ steht für die Anzahl der Mitgliedskommunen aus den Kreisen Borken, Steinfurt, Mettmann, Minden-Lübbecke und dem Landkreis Osnabrück, die sich im Zweckverband „Kommunale ADV-Anwendergemeinschaft West“ (KAAW) zusammengeschlossen haben.

Der neu gewählte stellvertretende Verbandsvorsteher, Grevens Erster Beigeordneter und Stadtkämmerer Wolfgang Beckermann, lobte die KAAW „als ein Musterbeispiel dafür, wie interkommunale Zusammenarbeit auch über Kreis- und Ländergrenzen hinweg funktionieren kann“.

Als zentrale Herausforderung für die kommenden Jahre sieht Geschäftsführer Marcus Egelkamp das Thema „E-Government“. Bund und Länder hätten mit ihren neuen E-Government-Gesetzen wichtige Grundlagen geschaffen, um die bislang hohen rechtlichen Hürden für die Transaktion von Dienstleistungen über das Internet abzubauen oder zumindest überwindbarer zu machen. Ein weiteres wichtiges Standbein im Leistungsportfolio der KAAW sei aus seiner Sicht die Konzeptionierung und Realisierung gemeinsamer Technologie-Plattformen, etwa der Ausbau von Shared-Service-Centern. Denn, so Egelkamp, „es erscheint effizienter, wenn nicht jede Kommune alle IT-Verfahren in Gänze selbst betreibt, sondern durch die zwischenzeitlich gute Breitbandversorgung die interkommunale Zusammenarbeit im IT-Bereich noch stärker miteinander vernetzt wird.“. Um Synergien nutzen und wirtschaftlich arbeiten zu können, sei ein gemeinsamer Betrieb geeigneter Systeme ein sinnvoller Weg.

Verbandsvorsteherin Cornelia Ebert, Erste Beigeordnete der Stadt Ibbenbüren, sieht die KAAW nach 25 Jahren ihres Bestehens hervorragend für die Zukunft aufgestellt und zeigte sich zuversichtlich, die anstehenden Aufgaben in der Gemeinschaft am besten bewältigen zu können. Als Verbandsvorsteherin führt sie die laufenden Geschäfte und vertritt den Zweckverband gerichtlich und außergerichtlich. Zu ihrem neuen Stellvertreter wurde Grevens Erster Beigeordneter Wolfgang Beckermann gewählt.

Nach dem Ausscheiden einiger Funktionsträger aufgrund der Bürgermeisterwahlen im vergangenen Jahr standen auch Neuwahlen für die Gremien der KAAW an. Cornelia Ebert dankte den Ausscheidenden für ihr großes Engagement und begrüßte die neu Gewählten, mit denen sie für die Zukunft auf eine gute Zusammenarbeit setzt.

Neuer Vorsitzender der Verbandsversammlung ist der Erste Beigeordnete der Stadt Ahaus, Hans-Georg Althoff, Stellvertreter ist Norbert Nießing, Erster Beigeordneter der Stadt Borken. Auch einige Mitglieder des Lenkungsausschusses wurden neu gewählt. So gehören dem Gremium künftig die Bürgermeisterinnen Claudia Bögel-Hoyer (Steinfurt) und Dagmar Jeske (Velen), Bürgermeister Franz-Josef Franzbach (Schöppingen), Erster Beigeordneter Norbert Nießing (Borken) und Sandra Hutzenlaub (Leiterin Gemeindekassenverband Altenberge) an.